12.04.2026

Schlüssel des Apostels Petrus, Petersdom, Rom
Aus gegebenem Anlass besteht der BetDenkzettel heute aus einem Verweis auf die Ansprache von Papst Leo XIV. bei der Gebetsvigil für den Frieden gestern Abend in St. Peter, die ich allen Lesern und Hörern ans Herz legen möchte. Sie beginnt mit den Worten:
„Der Krieg trennt, die Hoffnung verbindet. Die Selbstherrlichkeit tritt nieder, die Liebe erhebt. Götzendienst macht blind, der lebendige Gott erleuchtet. Ein wenig Glaube, ein Krümelchen Glaube genügt, ihr Lieben, um gemeinsam, als Menschheit und mit Menschlichkeit, dieser dramatischen Stunde der Geschichte zu begegnen. Das Gebet ist nämlich kein Zufluchtsort, um uns unserer Verantwortung zu entziehen, es ist kein Betäubungsmittel, um den Schmerz zu vermeiden, den so viel Ungerechtigkeit auslöst. Es ist vielmehr die selbstloseste, umfassendste und wirkungsvollste Antwort auf den Tod: Wir sind ein Volk, das bereits aufersteht! In einem jeden von uns, in jedem Menschen lehrt der innere Meister nämlich den Frieden, er drängt zur Begegnung und regt uns zum Gebet an. Lasst uns also den Blick erheben! Erheben wir uns aus den Trümmern! Nichts kann uns auf ein vorbestimmtes Schicksal festlegen, auch nicht in dieser Welt, in der es anscheinend noch nicht genug Gräber gibt, weil man weiter kreuzigt und Leben vernichtet, ohne Recht und ohne Gnade…“
Der vollständige Text der Ansprache des Papstes findet sich unter https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/homilies/2026/documents/20260411-rosario-pace.html
Fra‘ Georg Lengerke
BetDenkzettel